Individualpsychologie nach Alfred Adler – Recht auf Gleichwertigkeit fördern, es geht weiter!

Es war nach dem 1. Weltkrieg, als der Wiener Arzt und Psychotherapeut Alfred Adler mit seinen Erziehungsberatungen auffiel. Warum? Er war der Erste, der Schüler, Lehrer und Eltern an den gleichen Tisch brachte, und derjenige, der sich konsequent für die Gleichwertigkeit der Menschen einsetzte. Das Besondere: Ihm war wichtig, dass die Schüler gleiches Mitspracherecht hatten wie die Lehrer. Eine sehr mutige Einstellung in der damaligen Zeit!

«An einen Tisch bringen», Wertschätzung leben und Gleichwertigkeit lohnen sich!

Die folgende kurze rabbinische Fabel, nachzulesen im Buch «Gottsuche und Sinnfrage» (Viktor Frankl und Pinchas Lapide – Gütersloher Verlagshaus), bildet ab, welche Konsequenzen Gleichwertigkeit und Wertschätzung haben können. Ein Gerechter kam nach seinem Tod in eine andere Welt. Dort wurde er zuerst in einen Speisesaal geführt, wo ein mit üppigen Speisen gedeckter Tisch stand. Die Menschen, die an diesem Tisch sassen, waren aber alle abgemagert. Man konnte ihre Rippen zählen, sie waren dem Verhungern sehr nahe. Was war der Grund? Jeder von ihnen hatte einen drei Meter langen Löffel, mit dem er unmöglich in den eigenen Mund reichen konnte. Sein Nachbar vis-à-vis hätte aber damit gefüttert werden können. Doch das taten die Menschen am Tisch nicht. Lieber wollten sie verhungern. Dann führte man den Gerechten in ein anderes Zimmer. Dort erwartete ihn die gleiche Situation: Menschen am üppig gedeckten Tisch. Diese Menschen aber waren fröhlich. Einer fütterte den andern. Das, sagte der Engel, der den Gerechten führte, das ist das Paradies. Wo du vorher warst, war die Hölle. Dieses Beispiel zeigt: geben und teilen, den anderen wahrnehmen nützt schlichtweg allen.

Gleichwertigkeit fördern, Menschen im Alltag ermutigen und neue Perspektiven ermöglichen. Das sind Ziele, die nachstrebenswert sind – Ziele, die unsere Welt heute und in der Zukunft ganz einfach braucht!

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SKAP – der Kongress: Es geht weiter!

Der zweite Schweizer Kongress für Adlerianische Psychologie findet am 10. & 11. September 2016 in Kloten (Nähe Flughafen Zürich-Kloten) statt. Organisiert wird er von Ruth Bärtschi und Team von der Akademie für Individualpsychologie. Marketing: Urs R. Bärtschi, Coachingplus GmbH. www.skap.ch
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